Mittelfrankens beste Nachwuchs-Landschaftsgärtner kommen aus Roth und Umgebung
Felix Herzog, Maximilian Holzinger und Jenny Voigt, alle aus Roth und Umgebung, glänzten mit Bestnoten bei den diesjährigen Abschlussprüfungen im mittelfränkischen Garten- und Landschaftsbau. Für ihre herausragenden Leistungen zeichnete sie der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern) am 29. Juli 2026 in Ansbach aus.
Die drei Nachwuchskräfte absolvierten ihre Ausbildung zur Fachkraft mit großem Erfolg. Herzog wurde bei der Firma GaLaSo – Garten- und Landschaftsbau Somann in Heideck ausgebildet, Holzinger bei Christoph Reif Garten- und Landschaftsbau in Roth und Voigt bei Biedenbacher Garten- und Landschaftsbau in Kammerstein. Hans Hauf, Vorsitzender der Regionalgruppe Mittelfranken des VGL Bayern, würdigte die Leistungen der Landschaftsgärtnerin und der Landschaftsgärtner mit Ehrenurkunden und Sachpreisen.
Die Ehrungen fanden im Rahmen der Freisprechungsfeier für den gärtnerischen Berufsnachwuchs in der Ansbacher Orangerie statt. Nach der Begrüßung der rund 270 Gäste durch Dr. Herbert Siedler, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürth-Uffenheim, erfolgte die traditionelle Freisprechung durch Dietmar Lindner, Präsident des VGL Bayern. Mit diesem symbolischen Akt wurden die Absolventinnen und Absolventen offiziell aus ihren Ausbildungsverhältnissen entlassen und in ihren jeweiligen Berufsstand aufgenommen. Anschließend empfingen sie ihre Zeugnisse und Berufsurkunden.
Insgesamt verabschiedeten sich 67 Gärtnerinnen und Gärtner des Prüfungsjahrgangs 2026 in das Berufsleben. Dabei entfallen 41 Abschlüsse auf die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, 17 auf den Zierpflanzenbau, sechs auf den Gemüsebau, zwei auf die Staudengärtnerei und einer auf die Friedhofsgärtnerei. Damit gewinnt die grüne Branche weitere dringend benötigte Fachkräfte, die künftig einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung, Entwicklung und Pflege lebenswerter Freiräume sowie für die Produktion gesunder Lebensmittel leisten werden.
Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten war das Grußwort von Peter Daniel Forster, Bezirkstagspräsident von Mittelfranken. Er gratulierte den jungen Frauen und Männern zu ihren Abschlüssen und betonte: „Während vielerorts über Künstliche Intelligenz gesprochen wird, gilt für Sie: Ein Algorithmus kann zwar eine Pflanze entwerfen, aber er kann sie nicht gießen, nicht beschneiden und vor allem keinen Garten zum Blühen bringen. Dafür braucht es Menschen mit Fachwissen, Leidenschaft und dem Engagement, jeden Tag mit anzupacken. Sie sind das Herzstück unserer grünen Branche.“
Auch Karin Hagner, ehemalige Lehrerin im Fachbereich Gartenbau an der Alfred-Welker-Berufsschule in Nürnberg, und Dr. Sabine Pullen, ehemalige Lehrkraft an der Fachschule für Gemüsebau Fürth, rückten in den Mittelpunkt der Veranstaltung: Beide unterstützen das Berufsförderungswerk Nürnberg sowie den Unterricht am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Fürth – beispielsweise mit Lernhilfen für Auszubildende und Nachhilfe zur Vorbereitung auf Wiederholungsprüfungen. Zudem ist Hagner im Prüfungsausschuss der Fachrichtung Zierpflanzenbau aktiv, Dr. Pullen im Prüfungsausschuss sowie im Meisterprüfungsausschuss für den Gemüsebau. Für ihren besonderen Einsatz in der beruflichen Bildung erhielten beide eine Ehrenurkunde, die ihnen Uta Hübner, Leiterin der Abteilung Gartenbau am AELF Fürth-Uffenheim, überreichte.