Grüne Berufe stärken: Staatsehrenpreis 2026 würdigt vorbildliche Ausbildungsbetriebe in Bayern
Für ihr außergewöhnliches Engagement in der Qualifizierung von Nachwuchskräften hat die bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber 41 gärtnerische Betriebe mit dem Staatsehrenpreis für vorbildliche Ausbildung 2026 ausgezeichnet. 31 Betriebe kommen aus dem Garten- und Landschaftsbau, zehn aus dem Gartenbau. Die feierliche Preisverleihung fand am 12. März 2026 in der Münchner Residenz gemeinsam mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern) und dem Bayerischen Gärtnerei-Verband statt.
„Hervorragend Ausbilden gehört zu Ihrer beruflichen DNA und Leidenschaft. Weil Sie besonders viel Zeit, Herzblut und Ressourcen in Ihre Auszubildenden stecken, sind Sie Vorbilder für Berufskolleginnen und -kollegen. Sie ermuntern sie, sich ebenfalls bei der Ausbildung des Berufsnachwuchses besonders zu engagieren“, so die Ministerin bei der Preisverleihung.
Dietmar Lindner, Präsident des VGL Bayern, richtete ebenfalls persönliche Worte an die Geehrten und unterstrich die große Bedeutung ihres Einsatzes: „Angesichts des Fachkräftemangels leisten Sie einen unverzichtbaren Beitrag – für die Zukunft Ihrer eigenen Betriebe ebenso wie für die Weiterentwicklung der gesamten Grünen Branche. Gleichzeitig geben Sie Jugendlichen und deren Eltern eine verlässliche Orientierung bei der Suche nach einem qualifizierten Ausbildungsplatz.“
Der Staatsehrenpreis würdigt jährlich Unternehmen, die sich durch eine bemerkenswert hohe Ausbildungsqualität auszeichnen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury auf Grundlage klar definierter Bewertungskriterien. Berücksichtigt werden unter anderem die Vermittlung exzellenter fachlicher Kenntnisse und praktischer Fertigkeiten, innovative Ausbildungskonzepte, eine individuelle Betreuung der Auszubildenden sowie überdurchschnittliche Angebote zur Förderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung.
Seit 2019 wird der Staatsehrenpreis für vorbildliche Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) vergeben, jener für den Gartenbau seit 2025. Von den 41 Betrieben, die in diesem Jahr die erforderliche Punktzahl erreichten, wurden 31 bereits in den vergangenen Jahren geehrt. Damit bestätigen sie erneut ihre hervorragenden Ausbildungsleistungen aus den Vorjahren.
Zum 31. Dezember 2025 befanden sich bayernweit 1.842 junge Frauen und Männer in einer von sieben gärtnerischen Fachrichtungen in Ausbildung. Die ausbildungsstärkste Richtung ist der GaLaBau mit 1.278 Auszubildenden, gefolgt vom Zierpflanzenbau (331), dem Gemüsebau (87), dem Bereich Baumschule (72), der Staudengärtnerei (45), der Friedhofsgärtnerei (24) und dem Obstbau (5).