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VGL Bayern

Bayerischer Landschaftsarchitektur-Preis 2026:
Auszeichnungen für herausragende Projekte

Bereits zum vierten Mal hat der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen Landesverband Bayern (bdla LV Bayern) den Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis ausgelobt. Am 30. Oktober 2026 wurden in München der Hauptpreis, der Publikumspreis sowie weitere Ehrungen verliehen. Kooperationspartner des Wettbewerbs waren die Bayerische Architektenkammer und der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern).

Auf der Festveranstaltung im Oskar von Miller Forum betonte Dietmar Lindner, Präsident des VGL Bayern, in seinem Grußwort: „Die Auszeichnungen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig landschaftsarchitektonisches Schaffen sein kann. Dabei handelt es sich um überaus spannende und inspirierende Projekte mit vielen innovativen Ansätzen. Sie sind gleichzeitig hervorragende Beispiele für die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Landschaftsarchitekten und Landschaftsgärtnern.“

Prinz-Eugen-Park gewinnt den Hauptpreis
Den Hauptpreis vergab die international besetzte Jury an den Prinz-Eugen-Park in München. Das Projekt überzeugte durch die beispielhafte Transformation eines ehemaligen Kasernenareals in einen identitätsstiftenden Freiraum, der Bestand, Nutzung und Ökologie auf herausragende Weise miteinander verbindet. Am Bau waren die GaLaBau-Unternehmen Hallertauer Landschaft und Schernthaner beteiligt.

Publikumspreis geht an die Landesgartenschau Furth im Wald 2025
Den Publikumspreis erhielt die Landesgartenschau Furth im Wald 2025, die zugleich in der Kategorie „Öffentliche Parks und Grünanlagen“ ausgezeichnet wurde. Das Gelände umfasste neu gestaltete Parkanlagen entlang der Flüsse Kalte Pastritz und Chamb. Ein zentrales Element ist der sogenannte „Loop“ – ein Brückenring, der drei Ufer kreisförmig miteinander verbindet und barrierefrei nutzbar ist.

Weitere Ehrungen in fünf Kategorien
Für die gelungene Verbindung von gestalterischer Qualität und ökologischen Aspekten wurde die Neugestaltung des Oskar-von-Miller-Rings in München in der Kategorie „Pflanzenverwendung und Biodiversität“ gewürdigt. In der Kategorie „Plätze und Straßen im öffentlichen Raum“ überzeugte der Kulturhof beziehungsweise Platz der Menschenrechte in Bamberg. An der Realisierung beteiligte sich die Staubitzer Baumschule. Die Auszeichnung in der Kategorie „Freiräume für Menschen im Wohn-, Lern- und Arbeitsumfeld“ ging an die Wohnanlage Kirchheim WR 14 in Kirchheim bei München, ebenfalls unter Mitwirkung der Firma Schernthaner.

Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth setzte sich in der Kategorie „Experimentelle Landschaftsarchitektur und Bauen im Detail“ durch. In der Kategorie „Reifeprüfung – Projekte 20 Jahre und älter“ wurde die Generaldirektion der Nürnberger Versicherung in der Frankenmetropole gewürdigt. An der Umsetzung waren Hauth Garten- und Landschaftsbau sowie Benkert Dachbegrünung beteiligt.

Gemeinsam die Zukunft der grünen Branche gestalten
Die Kooperation zwischen dem VGL Bayern und dem bdla LV Bayern geht weit über den Landschaftsarchitektur-Preis hinaus. Ende 2025 haben beide Verbände ihre Partnerschaft nochmals intensiviert, um die Interessen von Landschaftsarchitektur und GaLaBau stärker zu vernetzen und gemeinsame Zukunftsthemen voranzubringen. Im Zentrum stehen insbesondere die Ausbildungsqualität, die Fachkräftesicherung, die Weiterbildung sowie die politische Interessenvertretung.

Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die stärkere Integration landschaftsgärtnerischer Inhalte in das Studienangebot der Fakultät Landschaftsarchitektur an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Darüber hinaus starteten Ende September mehrere Seminare für Landschaftsarchitektinnen und -architekten an der Akademie Landschaftsbau Weihenstephan. Auch beim Thema Biodiversität verfolgen die Verbände gemeinsame Ziele und setzen auf einen fachlichen Austausch.

Landesgartenschauen als Schaufenster gemeinsamer Kompetenz
Ein besonderes Aushängeschild der Partnerschaft sind die bayerischen Landesgartenschauen. Hier entwickeln und verwirklichen Landschaftsarchitektur und Landschaftsbau zukunftsweisende Konzepte, die Natur, Gesundheit und Stadtentwicklung miteinander verbinden. Sie machen sichtbar, wie durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Kompetenzen attraktive und ökologisch wertvolle Lebensräume entstehen.

Die nächste Landesgartenschau im Freistaat findet vom 29. April bis zum 3. Oktober 2027 in Bad Windsheim statt. Im Mittelpunkt stehen die Weiterentwicklung des größten denkmalgeschützten Kurparks Bayerns sowie die Neugestaltung des angrenzenden Landschaftsparks. Ein neues „blau-grünes Herz“ wird beide Bereiche miteinander verbinden. Im Landschaftspark präsentieren zudem sechs GaLaBau-Betriebe gemeinsam mit Landschaftsarchitekten ihre kreativen Themengärten.

Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentationsbroschüre zum Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis 2026.

Foto (Laura Loewel): Der Prinz-Eugen-Park in München erhält den Hauptpreis beim Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis 2026.

Foto (Laura Loewel): Dietmar Lindner, Präsident des VGL Bayern, bei seinem Grußwort auf der Festveranstaltung anlässlich der Verleihung des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises 2026.