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Ziel Ausbildung: Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Die Einstiegsqualifizierung (EQ) der Agentur für Arbeit soll junge Menschen unter 35 an eine Ausbildung heranführen. Sie steht grundsätzlich allen geflüchteten Menschen offen, schützt jedoch nicht vor Abschiebung. Während dieses geförderten Langzeitpraktikums lernen die Teilnehmer den Arbeitsalltag kennen und nehmen gleichzeitig am Berufsschulunterricht teil. Auf diese Weise werden berufliche Grundkenntnisse vermittelt und die Ausbildungsreife der Jugendlichen verbessert.

Eine EQ dauert sechs bis zwölf Monate und beginnt zwischen dem 1. Oktober und dem 1. März. Im Einzelfall kann die EQ bereits ab dem 1. August starten. Die Förderung endet im Regelfall am 31. August.

Die Agentur für Arbeit erstattet dem Arbeitgeber auf Antrag einen Zuschuss zur EQ-Vergütung bis zur Höhe von 231 Euro monatlich zuzüglich eines pauschalierten Anteils am durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Dieser Betrag wird jährlich neu berechnet.

Bei Bedarf kann der EQ-Teilnehmer durch ausbildungsbegleitende Hilfen (AbH) zusätzlich gefördert werden (EQ+).

Wenn die zuständigen Stellen im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über die EQ informiert wurden, die Berufsschule besucht und Ausbildungsnachweise erbracht wurden, kann die Ausbildung im Anschluss um bis zu sechs Monate verkürzt werden.


Mit der Ausbildungsinitiative Fit for Work - Chance Ausbildung unterstützt die Bayerische Staatsregierung jene Betriebe, die benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung ermöglichen. Auf diese Weise sollen die Ausbildungschancen von jungen Menschen verbessert werden, die einem besonderen Wettbewerb unterliegen. Die Fördersumme beläuft sich auf max. 5.126 €.

Den Zuschuss können Sie erhalten, wenn der künftige Auszubildende unter 25 Jahre alt ist und eines der folgenden Kriterien erfüllt:
• ohne Schulabschluss
• aus Praxisklasse
• aus Vorentlassklasse (oder früher) mit max. Mittelschulabschluss
• Teilzeitausbildung
• auf ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) oder Assistierte Ausbildung (AsA) angewiesen

Über Fit for Work kann die Ausbildung von deutschen Staatsangehörigen und Staatsbürgern von EU-Mitgliedsstaaten sowie von Drittstaaten mit gesichertem Aufenthaltsstatus (z. B. anerkannte Asylbewerber mit Aufenthaltserlaubnis) gefördert werden.

Zunächst muss der Förderantrag elektronisch über die Internetanwendung ESF-Bavaria 2014 gestellt werden. Anschließend ist er fristgerecht per Post an die Bewilligungsbehörde zu senden. Der Förderantrag muss spätestens drei Monate nach Beginn der Berufsausbildung bzw. drei Monate nach Abschluss des abH-Vertrags/AsA-Vertrags bei der Bewilligungsbehörde eingehen (Zentrum Bayern Familie und Soziales, Hegelstraße 2, 95447 Bayreuth).

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
http://www.stmas.bayern.de/berufsbildung/fitforwork/index.php


Mit ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) fördert die Agentur für Arbeit Auszubildende auf dem Weg zum Abschluss. Die Hilfen können bereits während einer EQ eingesetzt werden. Das konkrete Förderangebot richtet sich nach dem Bedarf im Einzelfall und findet außerhalb der Arbeitszeit statt. In enger Abstimmung mit Ihnen und der Berufsschule können das beispielsweise folgende Leistungen sein:
• Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen.
• 3 bis 8 Stunden Unterricht pro Woche
• Wissensvermittlung in Allgemeinbildung, Fachtheorie und/oder Sprachunterricht
• Sozialpädagogische Begleitung

 

  • Die assistierte Ausbildung (AsA) soll förderungsbedürftige junge Menschen, für die eine Förderung mit abH nicht intensiv genug ist, auf eine betriebliche Berufsausbildung vorbereiten und während dieser unterstützen. Die Teilnahme an AsA kann zu jedem Zeitpunkt der Ausbildung beginnen sowie eine vorgeschaltete ausbildungsvorbereitende Phase beinhalten. Die Maßnahmenkosten werden durch die Agenturen für Arbeit bzw. Jobcenter vollständig getragen. Die Unterstützung wird individuell auf die Bedürfnisse Ihres Betriebes und des Auszubildenden ausgerichtet. Sie umfasst:
    • Administrative und organisatorische Hilfestellung während der Ausbildung
    • Stabilisierung des Berufsausbildungsverhältnisses
    • 4 bis 9 Stunden Unterricht pro Woche außerhalb der Arbeitszeit
    • Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten
    • Förderung fachtheoretischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten


VerA – Stark durch die Ausbildung
Auch die bundesweite Initiative des Senior Experten Service (SES) richtet sich an Jugendliche, die in der Ausbildung auf Schwierigkeiten stoßen und mit dem Gedanken spielen, ihre Lehre abzubrechen. Ihnen werden berufs- und lebenserfahrene Senior Expertinnen und Experten zur Seite gestellt. Die Ausbildungsbegleiter sind ehrenamtlich tätig, kennen die Sorgen junger Menschen und helfen ihnen individuell.

Im Mittelpunkt der SES-Ausbildungsbegleitungen stehen:
• die Klärung von fachlichen Fragen
• die Begleitung von Übungen für die berufliche Praxis
• die Unterstützung von Prüfungsvorbereitungen
• der Ausgleich sprachlicher Defizite

Die VerA-Begleitung kann vom Ausbildungsbetrieb ebenso wie vom Auszubildenden oder von der Berufsschule angefragt werden. Sie ist für den Auszubildenden und alle anderen Beteiligten kostenlos. Die Ziele der Ausbildungsbegleitung legen die Senior Experten und Jugendlichen im Einzelfall gemeinsam fest.

Mehr Details und die Ansprechpartner Ihrer Region finden Sie im Internet unter:
http://vera.ses-bonn.de/auszubildende/


Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) ist ein Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten des Auszubildenden. Sie ist vor allem gedacht für Auszubildende, die nicht bei ihren Eltern wohnen. Der Auszubildende sollte den Antrag am besten vor Beginn der Berufsausbildung bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit stellen. Die Bearbeitungszeit dauert ca. 12 Wochen. Wird die BAB nach Beginn der Berufsausbildung beantragt, wird sie rückwirkend längstens vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Leistung beantragt worden ist.


Weitere Informationen finden Sie auf folgender Internetseite:
www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de