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Landschaftsgärtner-Azubis bereiten sich auf ihre Abschlussprüfung vor – während andere feiern

Nürnberg: Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern veranstaltete auch in diesem Jahr die traditionellen Nordbayerischen Schulungstage in Nürnberg. In Zusammenarbeit mit Ausbildern, Prüfungsmeistern und Unternehmern aus dem Garten- und Landschaftsbau wurden 67 Auszubildende am 4. und 5. März 2019 auf ihre erfolgreiche Landschaftsgärtner-Abschlussprüfung vorbereitet.

In den kommenden Monaten finden die Abschlussprüfungen für rund 500 angehende Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner in Bayern statt. Die beiden Schulungstage in der Gärtnerei des Berufsförderungswerk Nürnberg boten deshalb eine hervorragende Möglichkeit für die in Nordbayern ansässigen Auszubildenden, ihr Wissen und Können auf Herz und Nieren zu prüfen. Insgesamt beteiligten sich 67 Azubis von 38 Ausbildungsbetrieben aus Mittel-, Ober- und Unterfranken sowie der Oberpfalz. Auf dem Programm standen unter anderem theoretische und praktische Aufgaben rund um das Abstecken, Vermessen und Übertragen von Höhen sowie die Pflanzenkunde. Aus dem Betriebsalltag wurden Themen, wie Ladungssicherung, Maschinenkunde und der Führerschein behandelt. Ein Vortrag über die Aufgaben der Berufsgenossenschaft rundete die Veranstaltung ab.

„Ich finde es großartig, dass Jahr für Jahr so viele Azubis unser Angebot nutzten und den Wert einer exzellenten Prüfungsvorbereitung für sich erkennen. Und das auch noch an den Faschingstagen, wo ihre Freundinnen und Freunde unterwegs sind und feiern“, freut sich Robertin Schröter, Prüfungsausschussvorsitzender für Mittelfranken und ehrenamtlicher Mitveranstalter. „Unser Ziel mit den Trainingstagen ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren fachlichen Kompetenzen zu stärken und sie optimal auf ihre bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten“, ergänzt der Meister und Techniker im Garten- und Landschaftsbau.

Der Beruf des Landschaftsgärtners liegt voll im Trend. So verzeichnet die Branche in Bayern seit Jahren steigende Ausbildungszahlen. 2018 befanden sich 1.374 junge Frauen und Männer in einer Ausbildung. Diese dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit der Prüfung »Gärtner/-in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau«, kurz »Landschaftsgärtner/-in« ab. Die Aufgaben reichen von der Planung und Gestaltung privater Gärten und öffentlicher Parks über die Pflege von Sport- und Freizeitanlagen bis hin zum Naturschutz und der Landespflege.

Wie in vielen Berufen wird auch hier im dualen System ausgebildet: im Betrieb und in der Berufsschule. Zusätzlich vermittelt die überbetriebliche Ausbildung spezielle Inhalte. Anschließend ergeben sich für die Fachkräfte vielseitige Karrierewege, zum Beispiel als Vorarbeiter, Bauleiter, staatlich geprüfter Techniker oder Meister. Auch ein Bachelor- oder Masterstudium an einer Hochschule ist möglich. Die Auswahl an zusätzlichen Qualifikationen und Aufstiegschancen ist groß. Damit erfreut sich die „grüne Branche“, trotz rückläufiger Zahlen bei den Schulabgängern aufgrund des demografischen Faktors, nach wie vor steigender Azubi-Zahlen und stemmt sich erfolgreich gegen die Tendenz allgemein abnehmender Ausbildungsabschlüsse.

Foto (Laura Gaworek/VGL Bayern): Die Teilnehmer/-innen der Nordbayerischen Schulungstage 2019 in der Gärtnerei des Berufsförderungswerk Nürnberg.


Foto (Laura Gaworek/VGL Bayern): Die Schulungstage boten den Landschaftsgärtner-Auszubildenden eine hervorragende Möglichkeit, ihr Wissen und Können auf Herz und Nieren zu prüfen – beispielsweise im Hinblick auf Pflasterarbeiten.


Foto (Laura Gaworek/VGL Bayern): Auch die Pflanzenkunde war ein wichtiger Programmpunkt bei den Nordbayerischen Schulungstagen.


Foto (Laura Gaworek/VGL Bayern): Robertin Schröter, Prüfungsausschussvorsitzender für Mittelfranken im Garten- und Landschaftsbau sowie ehrenamtlicher Mitveranstalter, freute sich über das große Interesse der Landschaftsgärtner-Azubis an den Nordbayerischen Schulungstagen.